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KOMMENTAR: Zur Berichterstattung anlässlich des Todes von Rev. San Myung Moon
Es ist mittlerweile journalistischer Standard geworden, relativ unkritisch und unsachlich mit dem Sektenbegriff umzugehen. Jüngstes Beispiel ist die Berichterstattung anlässlich des Todes von Rev. San Myung Moon, dem Gründer der Vereinigungskirche.

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AUFTRÄGE STATT MENSCHENRECHTE?
Als Hu Jintao, der chinesische Staatschef am 30.Oktober mit einer zweihundert Mann Delegation in Schwechat einflog, rollte man den roten Teppich aus. Am Tag danach beim Treffen mit den Regierungsspitzen wurde er durch ein riesiges Sicherheitsaufgebot sogar davor "beschützt", sich tibetische Flaggen ansehen zu müssenoder Schreie der friedlich demonstrierenden TibeterInnen, Falung Gong Mitglieder und anderer Aktivisten anzuhören. Diese wurden von der Polizei auf "Sicherheitsdistanz" - weit weg vom Parlament und der Hofburg, vor das Cafe Landmann und das Burgtheater ausgelagert.

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"Der ignorierte Exodus" FOREF Kommentar
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Wer braucht die Bundesstelle für Sektenfragen?
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20.11.2010, 00:35 Read more...


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Wien: Religionswissenschaftler rügt ORF - Diffamierende und irreführende "Berichterstattung"


Religionswissenschaftler kritisiert ORF wegen

diffamierender und irreführender Berichterstattung


Die mediale Berichterstattung über den Tod des koreanischen Religionsgründers Rev. San Myung Moon durch den staatlich-rechtlichen ORF sorgte heute für große Aufregung. Grund dafür war die diffamierende und irreführende Darstellung des Gründers der Vereinigungskirche (Moon Bewegung), die weltweit an die 3 Millionen Mitglieder zählt und in über 190 Ländern vertreten ist.

Besonders in einer Zeit der Betroffenheit und Trauer fühlten sich auch die österreichischen Mitglieder der Glaubensgemeinschaft durch die überaus tendenziöse Darstellung seitens diverser Medien in ihren religiösen Gefühlen verletzt. Nicht nur betroffene Familien, auch unabhängige Beobachter zeigten ihren Unmut, indem sie Protestbriefe an die Redaktionen schrieben.


Ein renommierter Kenner der religiösen Szene ist Prof. Gerald Hödl (Uni-Wien). Hier ist sein Protestschreiben an den ORF:

Montag, 3.Sept. 2012
Sehr geehrte Damen und Herren!

Auf der homepage des ORF ist heute zum Tod von Rev. Moon die  Schlagzeile "Gründer der Moon-Sekte ist tot" zu lesen. ich bin empört,  dass die Religionsabteilung des ORF die diffamierende und irreführende  Bezeichnung "Sekte" für die von Rev. Moon gegründete  Religionsgemeinschaft (Vereinigungskirche oder Föderation für den  Weltfrienden) benutzt. Dies ist umso bedauerlicher, als diese  Religionsgemeinschaft in ihrer Geschichte in Österreich zahllosen  unbegründeten und diffamierenden Anfeindungen  - auch von staatlicher  Seite - ausgesetzt gewesen ist.

Am schlimmsten finde ich aber, dass die Meldung zum Tod von Rev. Moon  zusammen mit einer Meldung über eine völlig andere  Religionsgemeinschaft verlinkt worden ist (extremistische Satarow-Gruppe - s. screenshot):


Man muss kein Meidenwissenschaftler sein, um zu wissen, dass dies bei  vielen weniger infomierten Lesern dazu führen wird, einen inhaltlichen  Zusammenhang (der in keiner Weise gegeben ist) zwischen diesen  Meldungenj herzustellen. Zum Kritik des Wortes "Sekte" als Bezeichnung  für Religionsgemeinschaften empfehle ich die Lektüre der einschlägigen  Artikel in gängigen Handbüchern der Religionswissenschaft (etwa im  Metzler Lexikon Religion) resp. das kleine Buch von Massimo  Introvigne, "Schluss mit den Sekten!" samt der Einführung von Hubert  Seiwert.  So jedenfalls wird der öffentlich-rechtliche Auftrag nicht  verantwortet wahrgenommen.

Mit freundlichen Grüßen
Gerald Hödl
--
Ao. Univ. Prof. Dr. Mag. Hans Gerald Hödl
homepage <http://homepage.univie.ac.at/hans.hoedl/>
Universität Wien Institut für Religionswissenschaft

Anmerkung der Redaktion:
Wir wurden darauf aufmerksam gemacht, dass das besagte Bild (extremistische Satarow-Gruppe - s. screenshot) nun von der ORF Redaktion beseitigt wurde. Danke ORF!


Lesen Sie auch: 

 


PROTEST-BRIEFE:


Betreff: "Gründer der Moon Sekte ist tot" (ORF-Morgenjournal)

Wien, 3.9.2012
Sehr geehrte Damen und Herren des ORF,

Als ich heute mit meinem Mann beim Früstück saß und daneben das Morgenjournal lief, hörten wir, wie in respektloser und unverantwortlicher Weise über den Tod Rev. Moons berichtet wurde, indem wiederholt, ja unbegründet oft, das Wort „Sekte“ fiel und Formulierungen von vor über 30 Jahren wiedergekaut wurden.

Ich wusste, dass gleichzeitig auch viele meiner Verwandten in der Steiermark diese Nachrichten hören würden, inklusive meiner 87 jährigen Mutter, die wegen der langjährigen diffamierenden Informationen über unsere Kirche sehr gelittten hat und immer wieder auf die „Sektenmitgliedschaft“ ihrer Tochter angesprochen wurde, nicht nur von den unmittelbaren Nachbarn, die ihr das Leben zur Hölle gemacht haben, sondern auch von Bürgermeister, Pfarrer und Schuldirektor. Dieser psychische Druck hörte auch nicht auf, nachem sie ihren Mann, meinen Vater, verloren hatte und praktisch allein war.

Meine Brüder, die in ihren Gemeinden teilweise öffentliche Ämter bekleiden, sind bis heute peinlich berührt, wenn es zu dem Thema „Sekte“ kommt, in der ihre Schwester Mitglied ist.

(Zur Information im Hintergrund: ich bin heute 56 Jahre alt, seit 1975 Mitglied der Vereinigungskirche und habe während meiner Mitgliedschaft einen Universitätsabschluss erworben und eine Familie mit inzwischen 2 erwachsenen Kindern. Bis heute konnte niemand, der mich kennt, bestätigen, dass auch nur einer der massiven Vorwürfe, die gegen uns erhoben wurden, auf mich zutreffen würde).

Wissen Sie, sehr geehrte Damen und Herren des ORF überhaupt, welche Verantwortung Sie tragen, wenn sie die Nachrichten für die Hauptsendezeiten zusammenstellen?

Denken Sie daran, was für Auswirkungen diese gelesenen Texte für die betroffenen Personen haben?

Haben Sie sich jemals darüber informiert, wie viele Mitglieder die Vereiniugunskirche in Österreich hat und wie diese Personen leben?

Haben Sie jemals ein Mitglied der „Moonsekte“ getroffen? Nein? Wie können Sie dann so einen Text über ganz Österreich ergießen?

Diese Fragen beschäftigen mich als Leiterin der Vereinigungskirche in Wien und ich bitte Sie, in einer Ihnen möglichen Form Schadensbegrenzung zu leisten.

Mag. Elisabeth C.

PS: Es gibt auch Möglichkeiten, gründlicher zu recherchieren, bevor man Nachrichten an die Öffentlichkeit bringt. Allerdings muss ich zugeben, dass Sie vielleicht nicht genug Zeit dafür gehabt haben. Ich hoffe aber, dass Sie dies nachholen werden.


Wien, 3.9.2012
Sehr geehrter ORF!

Über Ihren Artikel "Sun Myung Moon hinterlässt Imperium" http://news.orf.at/stories/2138828/2138827/ stellen Sie einen Link zur extremistischen Satarow-Gruppe, die rein gar nichts mit der Vereinigungskirche oder Rev. Moon zu tun hat. Sie schaffen damit eine Konnotation, die wenig informierte Leser irreführt und außerdem in höchstem Maße stigmatisierend und pauschalisierend gegen die Vereinigungskriche wirkt. Sie verletzen religiöse Gefühle und verschärfen xenophobische Vorurteile, darum bitte ich Sie den besagten Link umgehend zu entfernen.

In Ihrem Artikel wären folgende inhaltliche Punkte zu revidieren:
1) Der Stigmatisierungsbegriff "Sekte" ist spätestens seit der Empfehlung der Enquete-Kommission des deutschen Bundestags (1998) ausdrücklich zu vermeiden. Korrekt und unverfänglich ist hingegen die Bezeichnung "neue religiöse Gemeinschaft".

2) Der von Ihnen eingesetzte Begriff "Moonisten" ist eine Wortneuschöpfung, die weder als Selbstbezeichnung noch in der Religionswissenschaft in Verwendung steht.

3) Was der besagte Artikel leider völlig ausblendet ist ein top-aktuelles Problem: Nämlich das Kindnapping und die gewaltsame Deprogrammierung von Mitgliedern der Vereinigungskirche in Japan durch sog. "faith-breakers". Die Opfer werden aus ihren Häusern oder ihrer Arbeitsstelle gerissen, entführt und gegen ihren Willen festgehalten und isoliert. Fälle von Schlafentzug, Auszehrung bis hin zu sexueller Belästigung und Vergewaltigungen sind aufgezeichnet. Die psychologischen Spätfolgen kann man sich ausmalen. Unter dem Vorwand von "Nichteinmischung in familiäre Angelegenheiten" wird von der japanischen Polizei nichts unternommen. Ich weise auf folgenden unabhängigen Human Rights Report hin: http://www.aicongress.org/wp-content/uploads/2012/05/HRWF-Report-on-Japan.pdf

Seit den 60er Jahren wurden über 4,300 Mitglieder der Vereinigungskirche Opfer von Kidnapping und gewaltsamer Inhaftnahme. Vielleicht könnte der ORF einmal einen ausführlich Artikel darüber schreiben, anstatt österreichischen Staatsbürgern, die regelmäßig Steuern zahlen, einen Judenstern anzubinden? Und weisen Sie bitte ORF-Leser auf die Möglichkeit eine Petition zu unterschreiben gegen die Fortsetzung dieser massiven Menschenrechtsverletzung: http://stopjapanabductions.org/petition/

Besonders für Österreicher wäre es auch interessant genauer recherchierte Hintergrundinfos zu erhalten über die Geschichte der Vereinigungskirche in Österreich zu erfahren, da sie zahllosen unbegründeten und diffamierenden Attacken - auch von staatlicher und großkirchlicher Seite - ausgesetzt gewesen ist. Vielleicht würden auch Interviews mit jungen österreichischen Vätern und Müttern, die in ihrer Schulzeit als "Sektenkinder" gehänselt wurden, nachdenklich stimmen. Falls Sie Kontakte brauchen, kann ich behilflich sein.

Eines der letzten Leistungen von Rev. Moon war die Gründung einer "Women UN" im Juli 2012. Dadurch möchte er besonders die Damen der Schöpfung ermutigen sich für eine bessere und friedvolle Welt einzusetzen als Mütter, Schwestern und Töchter. "Ein wahres Leben ist ein Leben, das wir für das Allgemeinwohl führen." Den Erfolg, den Rev. Moon erarbeitete, setzte er stets für das Wohl anderer ein. Und diesem Lebensprinzip blieb er treu bis zu seinem letzten Atemzug.

Zu guter Letzt sollte als historische Analogie erwähnt werden, dass sowohl Sokrates als auch Jesus Christus unter dem Vorwand "Verführung der Jugend" verschmäht und gedemütigt wurden.

Mit freundlichen Grüßen
Dominic Z.
(MA-Student Religionswissenschaft Uni Wien)


Hintergrund Infos:
Presse-Aussendung der Österreichischen Familienföderation für Weltfrieden (Link zu APA):
Charismatischer Religionsgründer gestorben


Website der Religionsgemeinschaft (Link):

 




FOREF Europa: Digitale Pressemappe (APA)

 


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