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Christenverfolgung: 3.000 Menschen bei Fackelzug in Wien

Christenverfolgung: 3.000 Menschen bei Fackelzug in Wien

Plattform "Solidarität mit Christen" organisierte Protestmarsch, fordert ungeteilte Menschenrechte und Religionsfreiheit

 


 

Wien, 11.12.2014 (KAP) Mit einem Fackelzug durch die Wiener Innenstadt und einem ökumenischen Gottesdienst im Stephansdom haben am Mittwochabend rund 3.000 Teilnehmer gegen die Christenverfolgung in vielen Ländern der Welt anlässlich des UN-Tages der Menschenrechte protestiert. Religionsfreiheit sei ein wesentlicher Teil der Menschenrechte, "weil es das Innerste des Menschen unmittelbar trifft", betonte Elmar Kuhn, Generalsekretär von "Christian Solidarity/CSI-Österreich". 

Der "Fackelzug" wurde von der aus 20 Menschenrechtsorganisationen bestehenden Plattform "Solidarität mit verfolgten Christen" getragen. An der Spitze marschierten die Wiener Weihbischöfe Franz Scharl und Stephan Turnovszky sowie der emeritierte Bischof der evangelischen Kirche AB Herwig Sturm. 

"Die Menschenrechte sind nicht teilbar, vor allem nicht das grundlegende Menschenrecht auf Religionsfreiheit", so Kuhn weiter. Einmahnen von Religionsfreiheit fordere zugleich zu einer gelebte Solidarität mit verfolgten Christen und Angehörigen anderer Religionsgemeinschaften auf. Der CSI-Generalsekretär verwies dabei vor allem auf die Situation von Christen im Nahen Osten. Aber auch Jesiden und Muslime würden unter dem Terror islamistischer Milizen in Syrien und im Irak leiden. 

Außenminister Sebastian Kurz wandte sich in einer von Kuhn verlesenen Botschaft an die Teilnehmer: "Seit der Annahme der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte vor 68 Jahren konnten große Fortschritte beim internationalen Schutz der Menschenrechte erzielt werden. Der weltweite Anstieg von Gewalttaten gegen religiöse und ethnische Minderheiten, besonders in Syrien und im Nordirak, ist aber ein Alarmsignal, das zeigt, dass wir uns weiterhin mit aller Kraft für Menschenrechte einsetzen müssen." 

Wie Christenverfolgung im täglichen Leben der Menschen aussieht, verdeutlichete Kuhn anhand von Nigeria, Syrien und dem Irak. Aber auch in Europa litten Christen immer öfter unter Diskriminierung und Benachteiligung. Mit Verfolgungsszenarien wie im Nahen Osten sei das zwar nicht vergleichbar, dennoch mache etwa die "verpflichtende Mitwirkung an Abtreibungen oder Euthanasie" die Situation von Christen im medizinischen Bereich in manchen Ländern besonders schwer. 

Trauriges Beispiel dafür, dass Menschenrechte ständig "mit Füßen getreten werden", sei Nigeria. Der November 2014 war der bisher blutigste Monat in dem afrikanischen Land seit dem Beginn des Terrors von Boko Haram im Jahr 2009, so Kuhn. Mindestens 676 Menschen fielen insgesamt 19 Überfällen und Terroranschlägen der islamistischen Sekte zum Opfer, nannte der Generalsekretär konkrete Zahlen. Die Dunkelziffer sei wegen der schwierigen Sicherheitslage jedoch viel höher und sie steige täglich an. "Es ist kein Krieg, es ist ein Abschlachten der Christen im Norden Nigerias." 

Alle, denen Bildung wichtig sei, seien das Ziel von Angriffen, denn Bildung sei für die "islamistische Terrorsekte" Boko Haram der größte Feind: "Nur wer ungebildet bleibt, ist mit der Gehirnwäsche der Islamisten zu fangen", so der Generalsekretär. Christliche Schülerinnen würden entführt und verkauft. 

Christen seien die Vorreiter eines besseren Bildungssystems in Nigeria. Dies sei für Boko Haram ein Grund mehr, die "Ungläubigen" mit Gewalt zum Islam zu bekehren oder zu töten. Betroffenheit und Entsetzen würden aber nicht genügen, aktive Unterstützung sei wichtig. 

Ein düsteres Bild zeichnete Kuhn auch vom Irak, in dem es für Christen unter dem Terrorregime des "Islamischen Staates" keine Zukunft mehr gebe. "Bestialisches Morden löscht die Familien aus, die nicht rechtzeitig fliehen können." Einzig im kurdisch geprägten Norden würden christliche Familien noch Zuflucht finden. Dadurch seien sie zu Gefangenen im eigenen Land geworden. 

Ähnlich sei die Lage der Christen in Syrien. "Christliche Dörfer wie Maalula oder Saadad werden gezielt von Terrorbanden überrannt." Außerdem würden dort laut Kuhn Kirchen geschändet und christliche Kinder zu Tode gefoltert. 

Wenn Menschen wegen ihres Glaubens verfolgt und vertrieben würden, sei es auch immer Christus selbst, der verfolgt würde. Niemand dürfe den Namen Gottes missbrauchen, um Gewalt auszuüben. "Im Namen Gottes zu töten ist ein schweres Sakrileg. Im Namen Gottes zu diskriminieren ist unmenschlich." 

Wer sich seiner eigenen Überzeugungen sicher sei, so der CSI-Generalsekretär, habe es nicht nötig, Druck auf andere auszuüben. Jeder religiösen Tradition müsse es von innen her gelingen, "dem Dasein des Anderen Achtung zu zeigen". Es sei wichtig, mit allen verfolgten Christen öffentlich Solidarität zu zeigen, was die Politiker bewegen und die Kirchenverantwortlichen immer wieder neu motivieren solle. 

Bei dem Aktionstag wurden Spenden für christliche Schulkinder in der syrischen Stadt Homs gesammelt. Die Plattform "Stopp Christenverfolgung" umfasst unter anderem die Erzdiözese Wien, Kirche in Not, CSI-Österreich, Pro Oriente, die Vereinigung österreichischer Frauenorden, die Evangelische Allianz und den Österreichischen Cartellverband. Der Aktionstag begann am Vormittag mit einer Pressekonferenz und endete mit einem Fackelzug, der vom Herbert-von-Karajan-Platz zum Stephansplatz führte, sowie einem ökumenischen Gottesdienst im Stephansdom.


Quelle: Katholische Presseagentur Österreich

 


FOREF Europa: Digitale Pressemappe (APA)

 


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