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Zum Tode verurteilte Christin erneut in Haft



Zum Tode verurteilte Christin erneut in Haft

Die Erleichterung war nur von kurzer Dauer - Christin Miriam erneut festgenommen

 

Khartum/New York/Berlin, 24.06.2014 (idea) – Die Erleichterung war nur von kurzer Dauer: Einen Tag nachdem die im Sudan zum Tode verurteilte Christin Mariam Yahia Ibrahim Ishag überraschend freigelassen wurde, ist sie erneut festgenommen worden. Nach Angaben der britischen Rundfunkanstalt BBC und anderer Medien wollte die 27-Jährige mit ihrem Mann Daniel Wani und ihren beiden Kleinkindern am 24. Juni den Sudan verlassen. Doch nach einer Konfrontation mit etwa 40 Sicherheitskräften am Flughafen von Khartum wurde die Familie erneut inhaftiert. Der an den Rollstuhl gefesselte Ehemann, der die US-amerikanische Staatsbürgerschaft besitzt, hat offenbar darauf bestanden, seine Frau zu begleiten. Gründe für die erneute Festnahme sind nach Angaben eines Rechtsanwalts der Familie nicht genannt worden.


Internationale Proteste und Gebetsaufrufe

Zuvor hatten sich christliche Organisationen, Politiker und Menschenrechtler hocherfreut über die überraschende Freilassung geäußert. Gleichzeitig mahnten sie an, dass die Religionsfreiheit weltweit geschützt werden müsse. Ishag war Mitte Mai in Khartum wegen „Abfalls vom Islam“ zum Tod durch Erhängen und 100 Peitschenhieben verurteilt worden. Die hoch Schwangere hatte sich geweigert, binnen drei Tagen dem christlichen Glauben abzuschwören. Am 26. Mai brachte sie im Gefängnis ohne medizinische Hilfe eine Tochter zur Welt; dabei war sie angekettet. Sie ist bereits Mutter eines 21 Monate alten Sohnes, der sich mit ihr hinter Gittern befand. Nach heftigen internationalen Protesten und Gebetsaufrufen von Christen hob ein Berufungsgericht am 23. Juni das Urteil überraschend auf und ordnete Ishags Freilassung an.

Tausende Christen wegen ihres Glaubens unter Druck

Die Weltweite Evangelische Allianz zeigte sich daraufhin dankbar, „dass Gott die Gebete von vielen erhört hat“. Gleichzeitig sei es „zutiefst enttäuschend“, so Generalsekretär Geoff Tunnicliffe (New York), dass die Frau überhaupt angeklagt und zum Tode verurteilt worden sei, „nur weil sie Christin ist“. Die Dachorganisation von mehr als 600 Millionen Evangelikalen werde sich weiter für viele Tausende Christen einsetzen und für sie beten, die wegen ihres Glaubens große Risiken eingehen müssten. Tunnicliffe: „Wir mahnen alle Regierungen, die Religionsfreiheit zu achten.“ Dies sei Voraussetzung für Frieden und Wohlergehen einer Gesellschaft.

Unionsfraktion: „Unerträglicher Nervenkrieg“

Ähnlich äußerten sich der kirchenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Franz Josef Jung, und der Vorsitzende ihres Stephanuskreises, Prof. Heribert Hirte (beide Berlin). Man sei mehr als erleichtert über den guten Ausgang nach einem „unerträglichen Nervenkrieg“. Die Unionsfraktion wünsche Ishag, dass sie von jetzt an in Frieden und Freiheit als Christin leben könne. Ihr Fall habe abermals gezeigt, wie sehr die Religionsfreiheit weltweit geschützt werden müsse. Zahlreiche Abgeordnete des fraktionsinternen Stephanuskreises, der sich für Religionsfreiheit einsetzt, hatten Unterschriften für Ishags Freilassung gesammelt und der sudanesischen Botschaft übermittelt. Auch der Fraktionsvorsitzende, Volker Kauder, hatte öffentlich die Freilassung der zum Tode verurteilten Christin gefordert.

„Meer aus Unrecht“

Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) sieht den Freispruch als „Erfolg der Öffentlichkeit über ein totgeschwiegenes Unrecht“ an. Weiterhin seien aber Todesurteile wegen „Abfalls vom Islam“ oder „Beleidigung des Islam“ jederzeit im Sudan und in einigen islamisch geprägten Partnerländern des Westens möglich, etwa in Saudi-Arabien und Pakistan. Dieses Grundproblem werde von Europa und den USA verdrängt. „Solange Europa schweigend hinnimmt, dass Frauen und Minderheiten elementare Rechte verweigert werden, weil die Scharia ihren Rechten und ihrem Leben übergeordnet wird, solange bleibt der Freispruch von Mariam Yahia Ibrahim Ishag die glückliche Wendung eines einzelnen Schicksals in einem Meer aus Unrecht“, erklärte IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin (Frankfurt am Main).

Ishag: „Ich war niemals Muslimin“

Das Todesurteil gegen Ishag gründete auf dem islamischen Religionsgesetz, der Scharia. Als Tochter eines muslimischen Vaters und einer christlichen Mutter galt die Frau aus islamischer Sicht von Geburt an als Muslimin. Dass sie einen Christen geheiratet hatte, machte sie der Hurerei schuldig. Doch ihr Vater hatte die Familie bereits nach sechs Jahren verlassen. Ishag selbst erklärte zu ihrer Religionszugehörigkeit: „Ich bin Christin und war niemals Muslimin.“ Der Fall hatte international Entsetzen und scharfe Proteste ausgelöst. Unter anderem forderten Spitzenvertreter der Europäischen Union, der Kirchen und mehrerer Weltreligionen ihre Freilassung. Das hatte auch der EKD-Ratsvorsitzende, Nikolaus Schneider (Berlin), gefordert, der mit einer Delegation vom 16. bis 21. Juni den Sudan und den Südsudan besucht hatte.

 

FOREF schließt sich dem internationalen Protest an und fordert die umgehende Freilassung von und Reisefreiheit für Mariam Ishag!

 



Quelle:

 


FOREF Europa: Digitale Pressemappe (APA)

 








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