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AUFTRÄGE STATT MENSCHENRECHTE?
Als Hu Jintao, der chinesische Staatschef am 30.Oktober mit einer zweihundert Mann Delegation in Schwechat einflog, rollte man den roten Teppich aus. Am Tag danach beim Treffen mit den Regierungsspitzen wurde er durch ein riesiges Sicherheitsaufgebot sogar davor "beschützt", sich tibetische Flaggen ansehen zu müssenoder Schreie der friedlich demonstrierenden TibeterInnen, Falung Gong Mitglieder und anderer Aktivisten anzuhören. Diese wurden von der Polizei auf "Sicherheitsdistanz" - weit weg vom Parlament und der Hofburg, vor das Cafe Landmann und das Burgtheater ausgelagert.

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"Der ignorierte Exodus" FOREF Kommentar
Europäische Reaktionen auf die Anschläge in Alexandria und das tragische Schicksal der Christen im Nahen- & Mittleren Osten. Ein Kommentar von Thomas Schönberger

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Wer braucht die Bundesstelle für Sektenfragen?
Seit 1998 gibt es die Bundesstelle für Sektenfragen mit Sitz in Wien. Ihre zentrale Aufgabe besteht darin, Informationen über so genannte Sekten zu sammeln, zu dokumentieren und weiter zu leiten. Welcher Natur diese Informationen sind, ist unbekannt. Sind es öffentlich zugängliche Informationen aus den Medien, Berichte von so genannten Aussteigern oder Informationen von den so genannten Sekten selbst?

20.11.2010, 00:35 Read more...


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WIEN: "Viel Freiraum für Islamisten" Gastkommentar

Viel Freiraum für Islamisten

03.01.2011 | 18:29 | AMER ALBAYATI (Die Presse)

Europa darf nicht länger tatenlos zusehen, wie islamistischer Terror und Gewalt zum europäischen Problem werden.

http://diepresse.com/home/meinung/gastkommentar/622679/Viel-Freiraum-fuer-Islamisten


Gastkommentar

In den vergangenen Jahren sind Gewalt und Terror radikaler Islamisten in den islamischen, insbesondere den arabischen Ländern stark gewachsen und haben neue Dimensionen angenommen. Der Anschlag auf eine christlich-koptische Kirche in Ägypten ist ein neuer trauriger Höhepunkt.

Der radikale islamistische Terror betrifft alle – die ganze Welt. Wie schnell er sich auf neue Bereiche ausweitet, zeigt gerade die Geschichte von al-Qaida: Anfangs waren noch die ehemalige Sowjetunion und arabischen Regime der Hauptfeind, später richtete sich der Hass gegen die einzig verbliebene Weltmacht, die USA. Mit Madrid und London geriet dann auch Europa in ihr Visier.

Nachdem der Terror jahrelang im Irak gewütet hatte, setzte zuletzt eine neue Entwicklung ein: Erstmals wendet sich al-Qaida gegen die Kopten. Angefangen hat dieser Trend mit dem Anschlag auf Christen in einer Kirche in Bagdad. Drei der Attentäter waren Ägypter. Sie haben anscheinend ihre Feindseligkeit gegenüber Kopten zur al-Qaida „exportiert“.

Die Probleme der arabischen Welt hängen mit Armut, Analphabetentum und Korruption zusammen. Europa hat zum Glück andere Probleme. Dennoch sind viele Islamisten hier aktiv. Das Internet beweist es. Radikale Islamisten benützen es für ihre Propaganda. Ihre Internetseiten haben kein Impressum, aber eine europäische Domain. Auch der Aufbau islamistischer Strukturen und Geldsammlungen in europäischen Moscheen sind ein Beleg für islamistische Umtriebe. Der Großteil der Gelder, die den Terror im Irak finanzieren, kommt von den Wahhabiten in Saudiarabien – und aus Europa.

Europa wird nicht geschont

Europa bietet den Islamisten ein Terrain, denn hier stoßen sie auf viel weniger Widerstand. In ihren Heimatländern werden sie wegen ihrer radikalen Ziele abgelehnt und bekämpft, aber die europäischen Gesetze lassen ihnen zu viel Freiraum. Die Justiz verurteilt ihre Hetze nicht, sondern betrachtet sie als Teil der Meinungsfreiheit oder der inneren religiösen Angelegenheiten. Mancherorts bekommen Islamisten sogar Unterstützung im Rahmen von Integrationsprojekten und der Kulturförderung.

Geschont wird Europa von den radikalen Islamisten deshalb nicht. Einige Internetseiten wettern nicht nur gegen Christen in islamischen Ländern, sondern auch in Europa. Warum lässt Europa diesen Extremisten so viel Spielraum? Viele Muslime haben mit diesen Aktivisten nichts am Hut und leiden unter ihnen als Erste.

Wenig hilfreich ist auch das Verhalten einiger islamischer Organisationen. Anstatt nur den islamistischen Terror in Ägypten oder im Irak öffentlich zu verurteilen, müssten sie auch gegen die Hetzer in Europa vorgehen. Ansonsten sind ihre Worte nur Heuchelei.

Europa muss endlich aufwachen und radikale Islamisten als Vorstufe zur Gewalt und Terror ernsthaft bekämpfen. Die Muslime sind schon jetzt Hauptleidtragende dieser Entwicklung. Sie spüren bereits den Druck der radikalen Islamisten überall. Wenn aber Gewalt und Terror erst einmal eskalieren, wird es zu spät sein. Dann werden sie den Hass von beiden Seiten zu spüren bekommen – auch von der Mehrheitsbevölkerung. Deshalb muss man die Mehrheit der liberalen Muslime stärken. Denn es gibt keine andere Alternative für eine friedliche Zukunft in Europa.

Amer Albayati (*1942 in Bagdad) ist Journalist und Islamexperte; er ist Mitbegründer der „Initiative liberaler Muslime Österreich“.
Telefon +43 699 10333243
,
E-mail: initiative.liberaler.muslime@gmail.com

E-Mails an: debatte@diepresse.com


Gastkommentar

Muslime in Österreich – Das Ende des Monopols

Von Amer Albayati

Es darf mehr als nur eine Vertretung von Muslimen in Österreich geben – mit dieser Rechtsauffassung hat der Verfassungsgerichtshof (VfGH) nicht nur die Gründung der "Islamischen Alevitischen Glaubensgemeinschaft (IAGÖ)" als eigene Bekenntnisgemeinschaft ermöglicht. Gleichzeitig wurden dadurch auch Tür und Tor für die Gründung weiterer islamischer Glaubensgemeinschaften in Österreich geöffnet. Nach der Anerkennung der "Islamischen Aleviten" beantragten im Dezember 2010 noch drei weitere islamische Vereinigungen beim Kultusamt die Anerkennung als selbständige Glaubensgemeinschaften: Sunniten, Schiiten und die Initiative Liberaler Muslime (ILMÖ) wollen den Islamunterricht reformieren und zeitgemäß machen.

Die bisherige Rechtsauffassung, dass die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGiÖ) den einzigen Vertretungskörper aller Muslime darstellt, hat der VfGH mit aller Deutlichkeit verneint, indem er feststellte, nirgendwo sei herauszulesen, dass es nur
eine einzige Glaubensgemeinschaft des Islam geben dürfe.

IGGiÖ-Präsident Anas Schakfeh bestätigte diese Sicht durch seine Erklärung: "Wir hatten nie ein Monopol auf alle Muslime und wollen auch anderen islamischen Glaubensrichtungen nicht im Wege stehen, eigene Glaubensgemeinschaften zu gründen." Die IGGiÖ hätte zwar alle Muslime aller Glaubensrichtungen repräsentieren sollen. Tatsächlich hatte sie jedoch ihre eigenen Glaubensgrundlagen nie auf Deutsch veröffentlicht und beim Kultusamt hinterlegt. Die Inhalte, die der IGGiÖ-Verfassung und dem Lehrplan für den islamischen Religionsunterricht zu entnehmen sind, lassen aber darauf schließen, dass bisher nur eine konservative Auslegung der sunnitischen Richtung vertreten war. In den vergangenen Jahren hat die IGGiÖ ihre Glaubwürdigkeit als religiöse Vertretung wegen ihrer andauernden Missstände und durch ihre Nähe zur Muslimbruderschaft verloren.

Dadurch hat die IGGiÖ auch keinen Rückhalt bei den mehr als 500.000 Muslimen in der islamischen Community, nur eine Minderheit der Muslime in Österreich fühlt sich von ihr vertreten. Stattdessen funktioniert der Islam in Österreich in Form unzähliger Vereine, meist nach Herkunft organisiert.

Wir Muslime erwarten, dass sich die neuen islamischen Glaubensgemeinschaften für die Erneuerung des Religionsunterrichts einsetzen. Der Staat muss sich sehr gut überlegen, wie er den freien Religionsunterricht, für den er bezahlt, so kontrollieren kann, dass die Verfassung, Gesetze und kulturellen Regeln Europas eingehalten werden. Radikale und fundamentalistische Inhalte haben keinen Platz mehr im Religionsunterricht. Die Unterrichtssprache soll verbindlich Deutsch sein.

Amer Albayati ist Journalist und Mitbegründer der "Initiative Liberaler Muslime Österreich – ILMÖ" http://www.initiativeliberalermuslime.org) sowie der neu beantragten "Islamischen Sunnitischen Glaubensgemeinschaft in Österreich".

FOREF Europa: Digitale Pressemappe (APA)

 


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